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vom 29 Juni 2024
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Die traurige Seite des Tierschutzes

Viele unserer Tage enden leider nicht mit einem Happy End...

Heute Abend erhielten wir einen Anruf aus Wölferlingen auf unser Notfalltelefon, dass sich dort eine Katze in lebensbedrohlichem Zustand befindet. Schnell versuchten wir in unserem Team einen Fahrer zu finden, um das Tier zum Tierarzt bringen zu können. Leider befand sich unser eigentlicher Notdiensttierarzt im wohlverdienten Urlaub und wir riefen beim zuständigen Notarzt für die Region an. Hier wurde uns mitgeteilt "die Bude ist voll" und wir wurden mit unserem Notfellchen nach Betzdorf verwiesen. Allerdings ist dort die Klinik nur bis 20 Uhr geöffnet und dies war zeitlich nicht mehr zu schaffen. Nach vielen frustrierenden Telefonaten fanden wir eine Tierärztin in Bad Marienberg, welche in 40 Minuten vor Ort sein konnte. Endlich konnte die arme Maus behandelt werden. Leider stellte sich heraus, dass sie ein sehr weit fortgeschrittenes Plattenepithelkarzinom hat, welches den gesamten Kiefer zersetzt hatte. Sie konnte weder fressen, noch sich sauber lecken. Ihre Krallen waren eingewachsen und ihr Körper ausgezehrt. Eine Behandlung war nicht mehr möglich und wir konnten das alte Kätzchen, welches wir so gerne retten wollten, nur noch von seinen Qualen erlösen. Es war ein sehr langer und emotionaler Abend, nach einer emotionalen und herausfordernden Woche. Wir hoffen die Zustände ändern sich bald wieder ein wenig....

Es tut uns leid, diese Bilder zeigen zu müssen. Aber dies ist unsere Realität, unser Tierheimalltag, unsere Tage, Abende und Nächte. Sie zeigen die Realität von einer Welt, wo eine zutrauliche Katze, welche bei Streicheleinheiten die Augen schließt und schnurrte, monatelang in einem solchen Zustand herumlief, ohne Hilfe zu erhalten